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Klausenbachklamm: Premiumwanderweg mit Kindern in Reit im Winkl

  • Autorenbild: MsPink
    MsPink
  • 30. Mai
  • 6 Min. Lesezeit

Ich nehm dich heute mit…


…auf eine Tour, bei der ich morgens noch kurz gezweifelt habe, ob das wirklich eine gute Idee ist. 27 Grad, zwei Bubis, Rucksack und ein Premiumwanderweg mit 10 Kilometern und knapp 300 Höhenmetern. Nicht gerade das, was man sich unter „entspanntem Familienausflug” vorstellt. Und trotzdem – oder vielleicht genau deshalb – war es einer der schönsten Tage unseres Urlaubs.

Kennst du das? Du planst etwas, das ein bisschen größer ist als das, was ihr sonst macht. Du weißt nicht genau, ob die Kids durchhalten, ob du selbst durchhältst, ob das Wetter mitspielt. Und dann machst du es einfach trotzdem.


Auf dem Weg zur Klausenbachklamm
Auf dem Weg zur Klausenbachklamm (C)thepinkfamil.life

Die Klausenbachklamm mit Kindern – was steckt dahinter?

Die Klausenbachklamm ist Teil eines offiziellen Premiumwanderwegs rund um Reit im Winkl. Es gibt zwei Varianten: eine kürzere, einfachere Route, und eben den Premiumweg – ca. 10 km, gut 3 Stunden laut Website (Spoiler: mit Kids eher 5), knapp 300 Höhenmeter. Die Klamm selbst ist der Höhepunkt der Tour: ein schmaler Pfad entlang eines rauschenden Baches, kleine Wasserfälle, Felsen zum Klettern, das komplette Abenteuer-Programm.


Wir haben uns bewusst für den Premiumweg entschieden. Die kurze Variante ist schöner für alle, die weniger Zeit oder Ausdauer haben. Aber wenn du mit Kindern unterwegs bist, die Spaß an echten Herausforderungen haben, dann lohnt sich die große Runde. Mehr davon weiter unten.


Checkliste:

  • ⏱️ Zeit: 3h laut Schild = 5h mit Kids und Pausen (“Auftanken” auf der Alm nicht vergessen) 

  • 🥾 festes Schuhwerk - bei unserem Sommerwetter waren Turnschuhe bei den Jungs absolut OK

  • 💧 mind. 1,5L pro Person  - wir hatten 0,5er Flaschen außen an den Rucksäcken und 2x 1,5l zum Nachfüllen dabei. Clever, oder? 😉 

  • ✅ Cappie, Sonnencreme, Insektenspray - und Pflaster (!)  

  • 🔋eine kleine Powerbank schadet nie - wer viel Fotos und Videos macht (Link zu meiner Lieblings Powerbank )


Los geht’s – und zwar mit Köpfchen

Wir sind direkt vom Hotel Unterwirt losgelaufen, Richtung Festsaal, und haben dort den Rundweg gestartet. Die Richtung: Grenzsteig, also zunächst rüber nach Kössen. Ja, Österreich. Der erste Schritt dieser Tour führt dich quasi über die Grenze, ohne dass du es wirklich merkst.

Das klingt aufregend, und für die Bubis war es das auch. Schon kurz nach dem Start verschwindet der Weg im Wald – und damit auch die Hitze. Das war der erste Moment, an dem ich durchgeatmet habe. Denn draußen waren es an diesem Montag satte 27 bis 29 Grad. Im Wald? Angenehm kühl, fast märchenhaft. Die Bäume stehen dicht, das Licht fällt gefiltert durch das Blätterdach, und man hört fast sofort das Wasser.


Unser erster Stopp: unter der Brücke am Grenzsteig, direkt an der Lofer. Nicht über die Brücke – unter die Brücke. Die Bubis haben keine Sekunde gezögert und die Beine ins kalte Wasser gesteckt. Ich auch. Das war verdient.


Der Anstieg – ehrlich gesagt

Nach dem Grenzsteig beginnt der Anstieg. Und der ist, ehrlich gesagt, nicht nichts. Für uns als Familie war er machbar – aber er fordert. Man merkt, dass es sich um einen Premiumweg handelt: kein Spaziergang, kein flaches Waldweg-Feeling. Es geht hoch, manchmal auf schmalem Pfad, manchmal mit Blick ins Tal.


Das kleine Bubi hat zwischendurch gejammert. Das große Bubi hat zwischendurch gejammert. Ich habe innerlich auch zwischendurch gejammert. Aber weißt du was? Das gehört dazu. Eine Tour, bei der alles problemlos läuft, bleibt nicht im Gedächtnis. Die hier schon.

Vorab hatten wir uns klar gemacht: Kein Stress, kein Plan danach, kein fixes Ziel für die Uhrzeit. Wir sind gegen 11 Uhr losgelaufen – und gegen 16 Uhr zurückgekommen. Fünf Stunden statt der veranschlagten drei. Und das war vollkommen okay, weil wir einfach öfter Pause gemacht haben. An einem Bach. Auf einem Stein. Einfach weil es schön war.


TPF Pro Tip: Sag dir vorher klar: Diese Tour ist kein Sprint. Plant mindestens 4,5 bis 5 Stunden ein, wenn ihr mit Kindern unter 12 Jahren unterwegs seid. Wer das von Anfang an so sieht, hat keinen Stress – und genießt die Pausen als Teil des Erlebnisses, nicht als Zeitverlust.


Fast am Gipfel der Tour angekommen
Fast am Gipfel der Tour angekommen Bilder (c)thepinkfamily.life

Oben angekommen – Kühe, Aussicht und ein Radler

Oben, auf der Hochfläche kurz vor der Klausenbachklamm, warten Kühe, eine Almhütte und ein Panorama, das einen kurz vergessen lässt, wie weh die Beine tun. Wir haben uns in die Almhütte gesetzt – ein Radler, eine Spezi, Kuchen. Sonst nix. Und das war genau richtig.

Danach ging’s bergab. Und wenn du mal mit Kids unterwegs warst: bergab ist immer der Moment, wo sie wieder aufleben. Die Energie kommt zurück, der Schritt wird schneller, die Stimmung dreht sich.


Die Klamm – das Herzstück der Tour

Und dann ist sie da: die Klausenbachklamm. Schroffe Felsen, smaragdgrünes Wasser, ein Wasserfall, der sich seinen Weg durch den Stein gebahnt hat. Die Bubis haben sofort angefangen zu klettern. Wir waren an diesem Nachmittag komplett allein – keine anderen Wanderer, keine Menschenmassen, keine Warteschlangen am Wasserfall. Nur wir, die Felsen und das Rauschen des Wassers.


Das ist das, was ich an solchen Orten so liebe: Wenn eine Attraktion nicht überlaufen ist, kannst du sie wirklich erleben. Nicht kurz reinschauen und weitergehen, weil der nächste schon drückt. Sondern stehen bleiben, schauen, Fotos machen, die Bubis klettern lassen, kurz selbst auf einem nassen Stein sitzen.


Die Klamm ist übrigens nicht ohne. Wer nicht trittsicher ist oder mit dem Gleichgewicht kämpft, wird hier auf eine Probe gestellt. Der Weg ist schmal, der Untergrund feucht, stellenweise muss man sich festhalten. Für uns als Familie mit einem 8- und einem 11-Jährigen war es gut machbar – aber mit kleineren Kindern oder älteren Erwachsenen würde ich vorher wirklich abwägen.


Das Ende – die letzten zwei Kilometer in der Sonne

Am Ausgang der Klamm landet man in Blindau. Schöner kleiner Ort, nett – aber von dort sind es noch gut 2 Kilometer zurück. Und die meisten davon in der prallen Nachmittagssonne.

Das war der einzige Moment der Tour, an dem ich innerlich dachte: okay, jetzt reicht’s aber wirklich. Die Bubis auch. Wir sind schweigend nebeneinander hergegangen, jeder mit seinem eigenen kleinen Überlebensplan im Kopf. Wasser, Schatten, Hotel, Pool. In dieser Reihenfolge.

Und dann waren wir da.


(C) alle Bilder thepinkfamil.life


Was bleibt

Nachmittags am Hotelpool haben wir uns alle vier einfach hingelegt. Keine großen Worte, kein Aufarbeiten des Tages, kein “und was war dein Lieblingsmoment?” Einfach da sein, Sonne, Wasser, Erschöpfung die sich gut anfühlt.

Das große Bubi hat irgendwann gesagt: „Das war eigentlich geil.” Vom großen Bubi kommt das nicht oft. Ich hab’s einfach so stehenlassen.

Die Klausenbachklamm mit Kindern zu machen ist kein entspannter Ausflug. Es ist eine echte Tour. Aber es ist auch genau das, was Kinder im richtigen Alter brauchen: eine Herausforderung, die sie wachsen lässt, ein Ziel das sich anfühlt wie verdient, und ein Wasserfall am Ende der Geschichte.



Warst du schon mal in Reit im Winkl oder auf einem ähnlichen Premiumwanderweg mit deiner Familie? Ich freue mich riesig über deine Erfahrungen in den Kommentaren! Und wenn du Fragen zur Route, zum Equipment oder zur Planung hast – ich antworte auf jede einzelne. Versprochen.


Bis bald, deine Wander-Corinna




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Huhu, ich bin's Corinna

Hey, ich bin Corinna – Mama von zwei Jungs, Krippen-Erzieherin mit Herz und die Stimme hinter ThePinkFamily.Life.

Hier teile ich unseren echten Familienalltag: liebevoll, chaotisch, nahbar und immer mit dem Ziel, mehr Leichtigkeit in dein Leben zu bringen.


Ich bin introvertiert, detailverliebt und finde meine Ruhe in Worten, Geschichten und kleinen Ritualen. Schreiben ist mein Weg, Gedanken zu sortieren – und mit dir das zu teilen, was Familien wirklich stärkt.


Unterstützt werde ich von meinem Mann, den du hier als Hubby kennst. Er ist unser Technik- und DIY-Profi und bringt immer wieder smarte Ideen ein – von Organisation über Apple-Tools bis hin zum Familien-Smart-Home.

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