Xbox Remote Play: Zocken am Mac, iPhone und Sofa

„Moment mal, die Xbox steht doch im Keller.“ Das war ungefähr der Gedanke, der mir mitten im Gespräch mit einem Kumpel kam. Wir hatten ganz allgemein über Remote Play geredet, also darüber, dass man eine Konsole irgendwo im Haus stehen lassen und auf einem ganz anderen Bildschirm spielen kann. Ich hatte zugehört, genickt und erst ein paar Minuten später gemerkt, dass ich genau so eine Konsole längst habe.
Dazu muss ich kurz ausholen. Ich zocke eigentlich leidenschaftlich gerne. Eigentlich, weil mich die Lust darauf in den letzten Jahren ein Stück verlassen hat. Die Spiele wurden gefühlt immer komplizierter, und als Familienvater hast du schlicht nicht mehr die Abende, an denen du dich stundenlang in etwas einarbeitest. Wenn ich spiele, muss es einfach gehen und Spaß machen, ohne großes Setup. So kam es, dass ich lange Zeit fast gar nicht mehr gespielt habe.
Unsere Xbox Series X haben wir irgendwann extra in den Keller verfrachtet, damit die Bubis dort ab und zu in Ruhe zocken können, ohne dass das Wohnzimmer belagert ist. Für mich war sie damit aus den Augen, aus dem Sinn. Bis zu diesem Gespräch.
Kennst du das, wenn eine Lösung die ganze Zeit vor dir liegt und du sie einfach nicht siehst? Genau so ging es mir. Ich habe mich also hingesetzt und mir angeschaut, was mit der Xbox tatsächlich möglich ist.
Xbox Remote Play oder Cloud Gaming: der wichtige Unterschied
Bevor es um die Einrichtung geht, eine Sache, die mich am Anfang selbst verwirrt hat: Xbox Remote Play ist nicht dasselbe wie Xbox Cloud Gaming.
Beim Cloud Gaming laufen die Spiele auf Servern von Microsoft. Du brauchst theoretisch gar keine eigene Konsole, dafür aber ein Game-Pass-Abo. Bei Xbox Remote Play läuft das Spiel dagegen auf deiner eigenen Xbox zu Hause, und nur das Bild wird auf ein anderes Gerät gestreamt. Die Funktion selbst kostet nichts extra.
Und das Schöne daran: Das andere Gerät kann so ziemlich alles sein. Ein Laptop, sogar ein Mac wie mein MacBook Air, ein iPhone oder ein anderer Fernseher. Und es funktioniert nicht nur im Heimnetz, sondern auch, wenn du unterwegs bist.
So habe ich Xbox Remote Play eingerichtet
Ganz ohne Einlesen ging es nicht, aber am Ende waren es nur wenige Stellschrauben.
Schritt 1: Remote-Funktionen aktivieren. In den Einstellungen der Xbox schaltest du die Remote-Funktionen ein. Ohne diesen Haken findet dein Laptop oder Handy die Konsole gar nicht erst.
Schritt 2: Den richtigen Energiemodus wählen. Das ist der Punkt, den man leicht übersieht. Du willst ja nicht jedes Mal in den Keller laufen, um die Xbox einzuschalten. Deshalb wählst du in den Energieeinstellungen den Modus, bei dem die Konsole nicht komplett ausgeht, sondern in einen Ruhezustand wechselt. Nur so kannst du sie von deinem Gerät aus aufwecken.
Schritt 3: Im Browser starten. Am Mac oder am iPhone rufst du im Browser play.xbox.com/remoteplay* auf und meldest dich mit deinem Xbox-Konto an. Deine Konsole sollte direkt auftauchen.
Schritt 4: Controller verbinden. Einen Controller koppeln geht heute an fast jedem Gerät. Ich habe meinen Xbox-Controller einfach per Bluetooth mit dem MacBook verbunden. Das Koppeln ist nur einmalig nötig, danach verbindet er sich beim Anschalten automatisch. Ich schalte den Controller immer zuerst an, bevor ich die Romote Verbindung starte, damit der Controller sicher erkannt wird. Teils taucht trotzdem eine Meldung auf, dass kein Controller verbunden sei, es hat bei mir aber trotzdem funktioniert..
Das war es im Grunde schon. Ich war ehrlich überrascht, wie schnell das lief.
TPF Pro-Tipp
Wenn es irgendwie geht, verbinde die Xbox per LAN-Kabel mit deinem Netzwerk statt über WLAN. Eine Kabelverbindung ist stabiler und hält die Verzögerung zwischen Knopfdruck und Bild niedrig. Unsere Xbox hängt am LAN, und ich glaube, das ist einer der Gründe, warum es bei mir so gut läuft.
Mein Abend mit Xbox Remote Play
Heute sieht ein guter Abend bei mir so aus: Die Bubis schlafen, ich sitze mit dem MacBook auf dem Sofa, der Controller liegt in der Hand, und ich spiele im Vollbild noch eine Runde Call of Duty. Im Multiplayer, wohlgemerkt.
Das hätte ich mir vorher kaum vorstellen können. Das MacBook bleibt dabei kühl und hat keinerlei Probleme, denn die eigentliche Rechenarbeit erledigt ja die Xbox im Keller. Die Latenz ist aus meiner Sicht wirklich gut, auch online gegen andere Spieler merke ich im Alltag kaum einen Unterschied.
Ein kleines Extra noch: Ich habe es sogar geschafft, Xbox Remote Play auf unser Apple TV zu bringen. Eine offizielle Xbox-App gibt es dafür nicht, ich nutze dafür eine spezielle App eines anderen Anbieters. Das ist ein bisschen mehr Bastelei, funktioniert aber.
Was du brauchst und was es kostet
Vielleicht hast du das meiste schon zu Hause: eine Xbox, einen Controller und, wenn du am iPhone spielen willst, eine Halterung, mit der du das Handy am Controller befestigst. Alles, was ich selbst nutze, habe ich dir in einer Liste zusammengestellt: meine Gaming-Essentials auf Amazon** (Affiliate-Link).
Was ich dagegen nicht brauche, ist ein spezielles Xbox-Headset. Hier zahlt es sich mal wieder aus, dass wir Team Apple sind: Den Sound höre ich einfach über meine AirPods, egal ob am MacBook, am Apple TV oder am iPhone. Das funktioniert richtig gut, und darüber bin ich ehrlich froh.
Eine Sache musste ich allerdings feststellen: Für den Online-Multiplayer in Call of Duty brauchte ich ein Game-Pass-Abo. Ganz kostenlos ist es am Ende also doch nicht. Wir reden hier aber über ein paar Euro im Monat, und das Abo lässt sich auch wieder kündigen, wenn draußen die Abende länger werden und die Konsole ohnehin Pause hat.
Meine xbox im Keller zocken am Macbook Air Blick auf meine Verkabelung im Keller, mit Switch und LAN Anbindung zur Xbox
Für mich ist das gerade genau das Richtige. Eine kleine Gaming-Session am Abend, ohne Aufbau, ohne Keller, einfach kurz abtauchen und den Kopf frei bekommen. Genau so, wie ich es mir früher gewünscht hätte.
Du willst wissen, wie ich das mit dem Apple TV genau gelöst habe? Dann schreib uns gerne eine DM auf Instagram, ich erzähle dir, wie es bei mir läuft.
Dein Gaming-Hubby
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Ich bin Corinnas Hubby und Papa unserer zwei Jungs.
Wenn bei uns Technik ins Spiel kommt, bin meist ich derjenige, der sich darum kümmert. Vom iPhone-Hack bis zum Mini-DIY für den Haushalt – ich liebe Lösungen, die wirklich funktionieren und Familien entlasten.
Auf dem Blog findest du deshalb immer wieder Beiträge von mir rund um digitale Familienorganisation, Smart-Home-Tipps und praktische Ideen, die ich im Alltag einfach ausprobiere.
Corinna und ich bringen verschiedene Perspektiven ein – genau das macht TeamPinkFamily aus.
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