Hasengehege einstreuen: unser Vor-Urlaubs-Ritual
- MsPink

- vor 12 Stunden
- 5 Min. Lesezeit
Ich glaube, du kennst das auch.
Es sind noch ein paar Tage bis zur Abreise, die Koffer stehen noch leer im Flur – und trotzdem laufe ich durchs Haus und wische Fensterbänke ab, die kein Mensch anschaut. Irgendwann kurz vor dem Urlaub übernimmt bei mir ein innerer Monk das Kommando. Der will, dass alles ordentlich ist, bevor wir gehen. Nicht für die Gäste. Nicht für Instagram. Einfach für das Gefühl, in ein aufgeräumtes Zuhause zurückzukommen.
Und dieser innere Monk macht vor dem Garten nicht halt. Dann steht nämlich auch Bobo auf der Liste.
Warum wir das Hasengehege einstreuen
Bei uns liegen im Gehege Holzchips auf dem Boden. Das hat zwei Gründe, und der erste ist ehrlich gesagt ästhetisch: Es sieht einfach gut aus. Ein Gehege mit nacktem, festgetretenem Boden wirkt trostlos, egal wie gut das Tier versorgt ist. Der zweite Grund ist Bobo selbst. Die Chips sind weich unter den Pfoten, er kann darin scharren und buddeln, und genau das tut er auch – ausgiebig.
Das Problem: Holzchips halten nicht ewig. Sie zersetzen sich, sie verteilen sich, sie verschwinden Stück für Stück. Nach ein paar Monaten schaut an manchen Stellen wieder die blanke Erde durch. Also gehört das Hasengehege einstreuen bei uns zur Routine, ungefähr so wie das Regal im Flur ausmisten. Man sieht es nicht auf einer To-do-Liste, aber es macht sich nicht von selbst.
Der Einkauf lief ohne mich – und das war gut so
Ich habe die Aufgabe an meine Männer abgegeben: Holzchips holen, Baumarkt, ihr wisst schon. Und ich muss sagen, da waren beide sofort dabei. Hubby und großes Bubi haben sich auf den Weg gemacht, zwei Säcke gekauft und sie zu Hause bis ans Gehege geschleppt.
Zwei Säcke für rund 32 Euro. Ob das viel ist, bewertet vermutlich jeder anders. Für mich ist es der Preis dafür, dass das Gehege ein halbes Jahr lang gut aussieht und Bobo darin buddeln kann.
Verteilt haben wir dann gemeinsam. Die zwei Säcke haben gerade so gereicht – hätten wir einen dritten gebraucht, wäre das der Moment gewesen, in dem noch mal jemand losfährt. Ist zum Glück nicht passiert.
Der Aufreger kam von unten
Mitten beim Verteilen hat großes Bubi plötzlich gerufen. Zwischen den alten Chips saß eine dicke Kröte. Ein richtig großer Frosch, der sich irgendwie ins Gehege verirrt hatte und dort offensichtlich ganz zufrieden war.
Wir haben ihn dann in Ruhe Richtung Ausgang bugsiert. Kein Drama, aber für zehn Minuten war die Arbeit unterbrochen und alle standen im Kreis. Solche Momente sind der Grund, warum ich meine Kinder bei solchen Aktionen dabeihabe, auch wenn es allein schneller ginge.
Bobo hat sofort alles umsortiert
Das Beste kam am Ende. Bobo hat die ganze Aktion neugierig verfolgt, ist uns durchs Gehege hinterhergehüpft und hat jede frisch eingestreute Stelle sofort beschnuppert. Und an den Stellen, wo es ihm nicht gepasst hat, hat er die neuen Chips gleich wieder zur Seite gescharrt.
Wir schütten. Er sortiert um. So war das offenbar gedacht.
Und genau das ist der Punkt, über den ich später am Abend noch nachgedacht habe: Bobo hat keine Ahnung, was dahintersteckt. Nicht der Baumarkt, nicht die Säcke, nicht die anderthalb Stunden. Für ihn war einfach plötzlich alles neu und interessant. Ihm ist der Aufwand vollkommen egal – er hat sich trotzdem am meisten gefreut.
Ich glaube, das ist bei vielen Dingen im Familienalltag so. Die Arbeit sieht keiner. Das Ergebnis schon.
Was mir daran wirklich gefällt
Ich will nicht so tun, als wäre das ein besinnliches Ritual. Es war heiß, ich bin auf allen vieren im Gehege herumgekrochen, und Holzchips landen dabei zuverlässig in den Schuhen. Wenn ich ganz ehrlich bin, hätte ich die Aktion auch problemlos noch drei Wochen vor mir herschieben können.
Aber jetzt ist es gemacht. Das Gehege sieht wieder gut aus, Bobo hat frisches Material zum Buddeln, und mein innerer Monk ist zufrieden. Wir können in den Urlaub fahren, ohne dass mir auf halber Strecke einfällt, dass da noch was offen war.
Manchmal ist es genau das, was Ordnung eigentlich bringt: nicht das perfekte Bild, sondern der ruhige Kopf danach.
Und wie ist das bei euch – gehört bei euch vor dem Urlaub auch alles Mögliche noch schnell erledigt, oder fahrt ihr einfach los? Schreibt es mir gern in die Kommentare, ich bin wirklich neugierig, ob ich mit meinem inneren Monk allein bin. 💖
Deine Corinna
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Hey, ich bin Corinna – Mama von zwei Jungs, Krippen-Erzieherin mit Herz und die Stimme hinter ThePinkFamily.Life.
Hier teile ich unseren echten Familienalltag: liebevoll, chaotisch, nahbar und immer mit dem Ziel, mehr Leichtigkeit in dein Leben zu bringen.
Ich bin introvertiert, detailverliebt und finde meine Ruhe in Worten, Geschichten und kleinen Ritualen. Schreiben ist mein Weg, Gedanken zu sortieren – und mit dir das zu teilen, was Familien wirklich stärkt.
Unterstützt werde ich von meinem Mann, den du hier als Hubby kennst. Er ist unser Technik- und DIY-Profi und bringt immer wieder smarte Ideen ein – von Organisation über Apple-Tools bis hin zum Familien-Smart-Home.
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