top of page

Taschengeld für Kinder: So klappt es wirklich

  • Autorenbild: MsPink
    MsPink
  • 26. Juli
  • 6 Min. Lesezeit

Ich glaube, du kennst das auch.


Das große Bubi steht vor dem Regal, hält eine Packung Pokémon-Karten in der Hand und schaut dich mit diesen Augen an. Du weißt schon welche. Und du denkst dir: eigentlich haben wir das doch gerade erst gekauft. Oder? Oder war das letzte Woche? Oder vor zwei Wochen? Man verliert irgendwann den Überblick — und das Kind erst recht.


Genau an diesem Punkt haben wir angefangen, uns ernsthaft Gedanken über Taschengeld zu machen. Nicht weil wir ein Erziehungsproblem hatten, sondern weil wir gemerkt haben: unsere Jungs sollen früh verstehen, was Geld ist, was es bedeutet, es zu bekommen — und auch, wie sich das anfühlt, wenn es weniger oder auch mehr wird.

Was einfach klingt, war es am Anfang gar nicht.


Großes Bubi und ich füllen das Geldtagebuch aus
(c) ThePinkFamily.life - Großes Bubi und ich füllen das Geldtagebuch aus


Das ewige Hin und Her: Wie viel ist eigentlich fair?

Also, wie machen wir das mit dem Taschengeld?


Wir haben wirklich lange überlegt. Recherchiert, Bekannte gefragt, Empfehlungen gelesen. Die Spanne war enorm — von „nichts, das verwöhnt nur" bis zu festen Beträgen, die je nach Quelle bzw. mit wem wir gesprochen hatten völlig unterschiedlich ausfielen. Irgendwann kam uns eine Idee, die sich sofort richtig angefühlt hat: so viele Euro pro Monat, wie das Kind alt ist.


Das klingt erstmal banal, aber es hat so viele Vorteile, dass ich es immer noch für das klügste System halte, das wir gefunden haben. Es ist nachvollziehbar — auch für ein Kind. Es ist fair, gerade wenn man mehr als ein Kind hat wie wir mit unseren zwei Busi, weil jeder sofort versteht warum der Ältere mehr bekommt. Und es wächst automatisch mit, ohne dass man jedes Jahr neu verhandeln muss. Unser großes Bubi wird älter, also gibt es mehr. Punkt, kein Drama.


Was Hubby und mir außerdem wichtig war: das Taschengeld kommt als Bargeld. Bewusst. Denn es gibt einen riesigen Unterschied zwischen einer Zahl auf einem Bildschirm und einem Schein oder einer Münze, die man wirklich in der Hand hält. Wenn der Geldbeutel dicker wird, weil Oma noch fünf Euro dazugelegt hat und man selbst gespart hat — das fühlt sich gut an. Und wenn man am Kiosk bezahlt und das Portemonnaie danach leichter ist, dann spürt man das. Genau dieses Gefühl wollten wir nicht wegnehmen. Ja, es gibt mittlerweile ja jede Menge Apps und Kinderkonten usw., aber haben uns hier für den klassischen Weg entschieden.


Das Problem mit den großen Wünschen

Irgendwann kommen sie. Die Wünsche, die nicht mehr mit dem kleinen Geldgeschenk vom Nikolaus bezahlbar sind. Ein Lego-Set für 45 Euro. Ein Fußballtrikot. Wieder Pokémon-Karten — aber bitte das große Set. Und da haben wir gemerkt: unsere Jungs hatten überhaupt keinen Überblick, wie viel Geld sie eigentlich hatten, was sie ausgegeben hatten und wie weit sie noch von ihrem Wunsch entfernt waren.


Das kennen wir doch eigentlich auch als Erwachsene. Man nimmt sich vor, mehr zu sparen — aber wohin das Geld am Monatsende verschwunden ist, bleibt oft ein Rätsel. Beim Kalorienzählen ist es genauso: erst wenn man aufschreibt, was man wirklich isst, öffnet sich einem manchmal die Augen. Schwarz auf weiß sehen, was rein- und rausgeht — das verändert etwas. Auch wenn es manchmal weh tut oder man es insgeheim schon gewusst hat aber nicht wahrhaben wollte 😊

Taschengeld für Kinder funktioniert genauso.



Wie ein Heft dabei helfen kann, den Überblick zu behalten

Genau aus diesem Gedanken heraus ist unser Geldtagebuch entstanden. Wir wollten unseren Jungs etwas in die Hand geben, das ihnen hilft zu verstehen, was sie einnehmen und was sie ausgeben — ganz ohne erhobenen Zeigefinger und ohne komplizierte Tabellen. Einfach aufschreiben. Visualisieren. Den Moment erleben, wenn man sieht: das war jetzt schon der vierte Pokémon-Kartenkauf diesen Monat.


Das Heft erklärt kurz und kindgerecht die drei wichtigsten Begriffe — Guthaben, Einnahme, Ausgabe — und gibt dann Seiten für jeden Monat zum Selbstausfüllen. Kein Lehrplan, keine Lernkontrolle, kein Stress. Nur ein bisschen Struktur für etwas, das sonst schnell im Chaos versinkt.


Und weil die eigentliche Frage ja bei uns Eltern anfängt — wie viel, ab wann, bar oder Karte — liegt beim Heft noch ein zweiseitiger Guide dabei. Der ist nur für dich, nicht fürs Kind. Darin stehen die vier gängigen Taschengeld-Modelle nebeneinander, mit Vor- und Nachteilen, dazu das Gläser-System und das 10-Prozent-Prinzip. Im Grunde genau die Recherche, die wir damals selbst machen mussten, nur in kompakt.


💡 TPF Pro Tip: Führt das Geldtagebuch gemeinsam — zumindest am Anfang. Setzt euch einmal im Monat (oder bei mehr Transaktionen wöchentlich) gemeinsam hin und schaut, was rein- und rausgegangen ist. Das dauert keine zehn Minuten, aber es macht das Aufschreiben zu einem gemeinsamen Ritual statt zu einer Pflichtaufgabe. Unser großes Bubi hat dadurch angefangen, selbst zu überlegen, ob er wirklich möchte was er gerade möchte — oder ob er lieber noch ein bisschen wartet.


Was ist eure Taschengeld-Strategie?

  • auch nach Alter

  • die Strategie suchen wir noch

  • einen pauschalen Betrag



Taschengeld für Kinder: Was wir heute wissen — und was wir noch lernen


Ehrlich gesagt läuft es nicht immer perfekt. Es gibt Monate, da vergisst man das Eintragen. Manchmal ist der Wunsch stärker als der Überblick. Und manchmal kauft man als Elternteil doch noch schnell etwas dazu, obwohl man es eigentlich nicht wollte. Das gehört dazu.

Meist läuft es bei uns sogar so, dass die Ausgabe oder Einnahme direkt selbst eingetragen wird, wenn man wieder zuhause ist.


Spannend ist: wir merken, dass das große Bubi anfängt, anders über Geld nachzudenken. Dass er Fragen stellt. Dass er sich überlegt, ob er lieber jetzt zwei kleinere Dinge kauft oder noch einen Monat wartet für das eine große. Das ist kein Wunder und keine Erziehungsleistung, auf die wir uns etwas einbilden. Es ist einfach das Ergebnis davon, Dinge sichtbar zu machen. Und Eigenmotivation und eigenständige Entscheidungen, das ist doch das um was es geht. Zumindest bei uns 😀

Wenn du auch gerade überlegst, wie du Taschengeld bei euch einführen oder besser strukturieren kannst — schau gerne mal in unser Geldtagebuch rein. Es ist für Kinder zwischen 8 und 12 Jahren gemacht, A4 zum Ausdrucken, und Pinky das Sparschwein passt natürlich auch noch mit rein. Der Eltern-Guide liegt mit im Download dabei.


Auf dieser Seite erhältst du noch viel mehr Details. Schau doch einfach unverbindlich mal drauf:




Wie macht ihr das bei euch? Habt ihr ein festes System, oder läuft das eher spontan? Ich freue mich wirklich über eure Erfahrungen — schreibt mir gerne in die Kommentare oder auf Instagram, ich lese alles.


Deine Corinna




Wenn du solche ehrlichen Familienmomente magst, trag dich gerne in unsere Familienpost ein 💖


Kennst du schon unsere persönlichen Empfehlungen fürs Familienleben? Von Schule über Spiele und Bücher bis hin zu Technik & Reisen – hier findest du Dinge, die wir selbst nutzen und lieben. 👉 Zu unseren Empfehlungen

Huhu, ich bin's Corinna

Hey, ich bin Corinna – Mama von zwei Jungs, Krippen-Erzieherin mit Herz und die Stimme hinter ThePinkFamily.Life.

Hier teile ich unseren echten Familienalltag: liebevoll, chaotisch, nahbar und immer mit dem Ziel, mehr Leichtigkeit in dein Leben zu bringen.


Ich bin introvertiert, detailverliebt und finde meine Ruhe in Worten, Geschichten und kleinen Ritualen. Schreiben ist mein Weg, Gedanken zu sortieren – und mit dir das zu teilen, was Familien wirklich stärkt.


Unterstützt werde ich von meinem Mann, den du hier als Hubby kennst. Er ist unser Technik- und DIY-Profi und bringt immer wieder smarte Ideen ein – von Organisation über Apple-Tools bis hin zum Familien-Smart-Home.

Gemeinsam sind wir TeamPinkFamily: Zwei Erwachsene, zwei Kids, viele Gefühle – und eine Mission: Familienalltag ehrlich zeigen und Mut machen.


Wenn du mehr über mich erfahren möchtest, schau gern auf meiner Profil-Seite vorbei.

Noch kurz bevor du kommentierst…

Wir freuen uns über deinen Kommentar – und ja, wir lesen wirklich jeden einzelnen! 😊

Damit es hier freundlich und konstruktiv bleibt, behalten wir uns vor, Kommentare zu löschen, die beleidigend sind oder nichts mit dem Thema zu tun haben.

Stell dir einfach vor, wir sitzen alle bei einem Kaffee zusammen – mit Respekt, Offenheit und gern einer Prise Humor. 🩷

Mit dem Absenden eines Kommentars stimmst du der Datenschutzerklärung und der Speicherung der von dir angegebenen personenbezogenen Daten zu.


Transparenz & Hinweise

Dieser Beitrag kann persönliche Erfahrungen im Umgang mit Produkten oder Marken enthalten. Es besteht, sofern nicht anders angegeben, keine geschäftliche Verbindung zu den genannten Unternehmen.

Alle Marken- und Produktnamen sind Eigentum der jeweiligen Rechteinhaber und werden ausschließlich zur besseren Verständlichkeit genannt.


Hinweise zu externen Links, Bildquellen (z. B. Canva Pro) und unserer Grundhaltung findest du gesammelt auf unserer Transparenz-Seite.


🔗 Links mit Doppelsternchen ( ** ) sind sogenannte Affiliate-Links. Wenn du über so einen Link einkaufst, erhalten wir eine kleine Provision. Für dich bleibt der Preis gleich – du unterstützt damit aber direkt den Blog 💕 Vielen Dank!


🔗 Links mit Einzelsternchen ( * ) kennzeichnen externe Verweise ohne Affiliate-Bezug.


Kommentare


bottom of page